Trockene Luft im Haus im Winter? Ein Enthalpiewärmetauscher kann die Lösung sein
Trockene Luft im Haus im Winter? Ein Enthalpiewärmetauscher kann die Lösung sein
Im Winter kann eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sehr trockene Luft ins Haus einbringen. Ein Enthalpiewärmetauscher kann jedoch einen Teil der Feuchtigkeit aus der Abluft zurückgewinnen und wieder an die Raumluft abgeben.
Trockene Raumluft ist während der Heizperiode ein häufiges Problem. Kalte Außenluft enthält nur wenig Wasserdampf. Wird sie auf Raumtemperatur erwärmt, sinkt ihre relative Luftfeuchtigkeit deutlich.
Ein herkömmlicher Wärmetauscher kann die Wärme aus der Abluft sehr effizient auf die frische Zuluft übertragen, überträgt jedoch keine Feuchtigkeit.
Ein Enthalpiewärmetauscher überträgt dagegen nicht nur Wärme, sondern auch einen Teil des Wasserdampfs. Dies trägt dazu bei, eine natürlichere Raumluftfeuchtigkeit aufrechtzuerhalten, den Wohnkomfort zu verbessern und eine übermäßige Austrocknung der Raumluft zu reduzieren.
Wie groß kann der Unterschied sein? Betrachten wir konkrete technische Daten von zwei RECUTECH-Wärmetauschern unter identischen winterlichen Bedingungen.
Warum ist die Raumluft im Winter trocken?
Kalte Außenluft enthält deutlich weniger Wasserdampf als warme Raumluft.
Wenn beispielsweise Außenluft mit −5 °C und 78 % relativer Luftfeuchtigkeit ins Haus gelangt und erwärmt wird, bleibt ihr Wasserdampfgehalt praktisch unverändert, sofern keine Feuchtigkeit übertragen wird.
Ihre relative Luftfeuchtigkeit sinkt jedoch deutlich.
Was geschieht bei einer herkömmlichen Wärmerückgewinnung?
Die Außenluft tritt mit einem Feuchtegehalt von etwa 2,0 g/kg in den Wärmetauscher ein.
Nach dem Durchströmen des herkömmlichen Wärmetauschers erreicht sie in unserem Modellbeispiel eine Temperatur von 19,4 °C, enthält aber weiterhin nur 2,0 g/kg Wasserdampf.
Die resultierende relative Luftfeuchtigkeit der Zuluft beträgt lediglich 14,6 %.
Wird solche Luft kontinuierlich ins Haus eingebracht, kann die Raumluftfeuchtigkeit sinken. Das tatsächliche Ergebnis hängt auch davon ab, wie viel Feuchtigkeit durch die Bewohner, Kochen, Duschen und andere Tätigkeiten entsteht.
Wie funktioniert ein Enthalpiewärmetauscher im Winter?
Ein Enthalpiewärmetauscher verwendet eine spezielle Membran, die die Übertragung von Wärme und einem Teil des Wasserdampfs zwischen zwei getrennten Luftströmen ermöglicht.
Im Winter wird ein Teil der Feuchtigkeit aus der warmen Abluft auf die kalte Frischluft übertragen, die dem Haus zugeführt wird.
| Wärmeübertragung | Erwärmt die frische Außenluft mithilfe der aus der Abluft zurückgewonnenen Wärme. |
| Feuchteübertragung | Überträgt einen Teil des Wasserdampfs aus der Abluft auf die Zuluft. |
| Trennung der Luftströme | Zuluft und Abluft bleiben voneinander getrennt. |
Die erwärmte Frischluft gelangt mit einem höheren Wasserdampfgehalt ins Haus als bei Verwendung eines herkömmlichen Wärmetauschers.
Vergleich anhand konkreter technischer Daten
Für diesen beispielhaften Vergleich haben wir zwei Wärmetauscher des Herstellers RECUTECH verwendet:
| RECUTECH RSK+16-500-25 | Herkömmlicher Wärmetauscher ohne Feuchterückgewinnung |
| RECUTECH RFK+16-500-28 | Enthalpiewärmetauscher |
Beide Wärmetauscher haben die Abmessungen 366 × 366 × 500 mm. Die Berechnungen basieren auf den technischen Datenblättern des Herstellers bei identischen Eintrittsbedingungen.
Modellbedingungen im Winter
Der Vergleich basiert auf einer typischen Wintersituation mit frostiger Außenluft und einer angenehmen Raumtemperatur.
| Parameter | Außenluft ODA | Abluft ETA |
| Temperatur | −5 °C | 22 °C |
| Relative Luftfeuchtigkeit | 78 % r. F. | 50 % r. F. |
| Feuchtegehalt | 2,0 g/kg | 8,2 g/kg |
| Nennvolumenstrom | 200 m³/h | |
Ergebnisse für die Zuluft – SUP
Beide Wärmetauscher erwärmen die einströmende Außenluft effizient. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch in der Menge des in der Zuluft enthaltenen Wasserdampfs.
| SUP-Parameter | Herkömmlicher RSK+ | Enthalpie RFK+ |
| Temperatur | 19,4 °C | 18,1 °C |
| Relative Luftfeuchtigkeit | 14,6 % | 48,3 % |
| Feuchtegehalt | 2,0 g/kg | 6,2 g/kg |
Unter diesen Bedingungen führt der Enthalpiewärmetauscher dem Haus Luft mit einem Feuchtegehalt von 6,2 g/kg zu, während es beim herkömmlichen Wärmetauscher nur 2,0 g/kg sind.
Der Unterschied beträgt 4,2 g/kg Wasserdampf zugunsten des Enthalpiewärmetauschers.
Was geschieht mit der Fortluft – EHA?
Der Unterschied zwischen den Wärmetauschern zeigt sich auch in der Luft, die das Lüftungsgerät verlässt und ins Freie abgeführt wird.
| EHA-Parameter | Herkömmlicher RSK+ | Enthalpie RFK+ |
| Temperatur | 5,3 °C | 1,5 °C |
| Relative Luftfeuchtigkeit | 95,1 % | 95,1 % |
| Feuchtegehalt | 5,2 g/kg | 4,0 g/kg |
| Berechnete Kondensatmenge | 0,7 l/h | 0,3 l/h |
Der Enthalpiewärmetauscher überträgt einen Teil des Wasserdampfs aus der Abluft auf die Zuluft. Dadurch ist die nach außen abgeführte Luft trockener und die entstehende Kondensatmenge fällt in dieser Modellberechnung geringer aus.
Die Kondensatmenge ist nicht mit der Menge des zurückgewonnenen und auf die Zuluft übertragenen Wasserdampfs gleichzusetzen. Es handelt sich um zwei unterschiedliche Größen.
Grafische Darstellung des Prinzips im Winter
Die folgende Abbildung veranschaulicht den Unterschied zwischen herkömmlichen Wärmetauschern und Enthalpiewärmetauschern bei identischen Eintrittsbedingungen.
Während ein herkömmlicher Wärmetauscher Wärme überträgt, überträgt ein Enthalpiewärmetauscher sowohl Wärme als auch einen Teil der Feuchtigkeit.
Wie viel Feuchtigkeit kann ein Enthalpiewärmetauscher ins Haus zurückführen?
Auf den ersten Blick mag ein Unterschied von 4,2 g/kg gering erscheinen. Ein Lüftungsgerät führt dem Haus jedoch kontinuierlich eine große Luftmenge zu.
Für diese Modellberechnung verwenden wir die Angaben aus den technischen Datenblättern des Herstellers.
Ausgangswerte:
| Nennvolumenstrom | 200 m³/h |
| Luftmassenstrom | 240,8 kg/h |
| Feuchtegehalt der Zuluft – herkömmlicher Wärmetauscher | 2,0 g/kg |
| Feuchtegehalt der Zuluft – Enthalpiewärmetauscher | 6,2 g/kg |
| Unterschied im Feuchtegehalt | 4,2 g/kg |
Berechnung pro Stunde:
240,8 × 4,2 = 1.011,36 g/h
Dies entspricht ungefähr 1,01 Litern Wasser in Form von Wasserdampf pro Stunde.
Berechnung über 24 Stunden:
1,01136 × 24 = 24,27 l/Tag
Ergebnis des Modellvergleichs:
≈ 1,0 l/h
Mehr Wasserdampf in der Zuluft.
≈ 24 l/Tag
Mehr Wasserdampf, der bei kontinuierlichem Betrieb dem Haus zugeführt wird.
Es handelt sich um einen Modellvergleich unter den angegebenen Bedingungen. Der Wert beschreibt die Differenz der dem Haus zugeführten Wasserdampfmenge gegenüber einem herkömmlichen Wärmetauscher, nicht die Menge an flüssigem Wasser oder eine garantierte Erhöhung der Raumluftfeuchtigkeit. Die tatsächliche Feuchteübertragung hängt von den Betriebsbedingungen, dem Luftvolumenstrom und der verfügbaren Feuchtigkeit in der Abluft ab.
Die wichtigsten Vorteile eines Enthalpiewärmetauschers im Winter
| Geringere Austrocknung der Raumluft | Führt einen Teil der Feuchtigkeit aus der Abluft wieder ins Haus zurück. |
| Höherer Wohnkomfort | Hilft, während der Heizperiode eine angenehmere Luftfeuchtigkeit aufrechtzuerhalten. |
| Wärmerückgewinnung | Nutzt die Wärme der Abluft, um die einströmende Frischluft zu erwärmen. |
| Wasserdampfübertragung | Eine spezielle Membran ermöglicht die Übertragung eines Teils der Feuchtigkeit zwischen den Luftströmen. |
| Geringere Kondensatbildung | Im Modellbeispiel entsteht weniger Kondensat als beim herkömmlichen Wärmetauscher. |
Ist ein Enthalpiewärmetauscher für Ihr Lüftungsgerät geeignet?
Ein Enthalpiewärmetauscher ist nicht nur für neue Lüftungsgeräte vorgesehen. In vielen bestehenden Anlagen lässt sich ein herkömmlicher Wärmetauscher durch einen kompatiblen Enthalpiewärmetauscher ersetzen.
Unser Sortiment umfasst Enthalpiewärmetauscher für zahlreiche Lüftungsgeräte unterschiedlicher Hersteller.
Wählen Sie einen kompatiblen Enthalpiewärmetauscher für Ihr Lüftungsgerät:
PASSENDEN ENTHALPIEWÄRMETAUSCHER FINDEN →
Sie finden Ihr Lüftungsgerät nicht?
Wir helfen Ihnen gerne bei der Auswahl eines geeigneten Wärmetauschers. Senden Sie uns den Hersteller und die genaue Modellbezeichnung Ihres Lüftungsgeräts und fügen Sie nach Möglichkeit ein Foto oder die Abmessungen des ursprünglichen Wärmetauschers bei.
Kontaktieren Sie uns: info@rekupex.cz
Fazit: Wärmerückgewinnung muss nicht trockene Raumluft bedeuten
Ein herkömmlicher Wärmetauscher kann Wärme sehr effizient zurückgewinnen, überträgt jedoch keine Feuchtigkeit. Im Winter kann er dem Haus deshalb erwärmte Luft mit einer sehr niedrigen relativen Luftfeuchtigkeit zuführen.
Ein Enthalpiewärmetauscher überträgt nicht nur Wärme, sondern auch einen Teil des Wasserdampfs aus der Abluft zurück in die Zuluft.
In unserem Modellvergleich führt der Enthalpiewärmetauscher bei einer Außentemperatur von −5 °C, einer Raumtemperatur von 22 °C und 50 % relativer Luftfeuchtigkeit dem Haus ungefähr 4,2 g/kg mehr Wasserdampf zu als der herkömmliche Wärmetauscher.
Bei einem Nennvolumenstrom von 200 m³/h entspricht dies ungefähr 24 Litern zusätzlichem Wasser pro Tag in Form von Wasserdampf in der Zuluft.
Ein Enthalpiewärmetauscher bietet somit eine wirksame Möglichkeit, die übermäßige Austrocknung der Raumluft im Winter zu reduzieren und gleichzeitig eine komfortable Lüftung mit Wärmerückgewinnung sicherzustellen.